Freischwinger

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Freischwinger

Was ist ein Freischwinger?

Was heute unter dem Begriff Freischwinger Einzug in die deutsche Sprache, aber auch in viele Büros, Konferenzräumen, Esszimmern oder Wartezimmern Einzug gehalten hat, heißt in Fachkreisen nach wie vor „Kragstuhl“.

Beim Freischwinger oder dem Kragstuhl handelt es sich um ein Sitzmöbel, das nicht auf vier Beinen steht, sondern Dank einer in beinah S-Form gebogenen Rohrkonstruktion ohne Hinterbeine auskommt. Man nennt das auch Schlittenform, da der Rahmen wie Schlittenkufen gebogen ist. Setzt man sich auf Freischwinger Stühle, schwingen, schaukeln oder federn diese leicht nach hinten. Daher auch der Name Freischwinger! Wobei der erste so genannte Kragstuhl eher starr konstruiert war und nicht die flexibel mitschwingende Federung besaß.

Wer hat den Freischwinger erfunden?

Um die Urheberschaft streitet man sich noch heute. Feststeht allerdings, dass der niederländische Architekt Mart Stam ein erstes Stuhlmodell ohne Hinterbeine unter der Bezeichnung Kragstuhl vorstellte. Der Stuhl ähnelte zwar optisch dem heute bekannten Freischwinger, war aber noch nicht sehr flexibel. Nur wenig später stürzten sich auch andere Designer auf die Idee Schwingstuhl und heute kennt man Modelle von Mies van der Rohe, Mauser, Thonet und andere in zahlreichen Versionen und Varianten: mit Sitzflächen und Bezügen in Echtleder oder Kunstleder in zahlreichen Farben, mit Armlehnen, ohne Armlehnen, einzeln oder im 2er Set, als Edelstahl Freischwinger und natürlich auch in Chrom. Es gibt sogar Freischwinger mit gepolsterter Sitzfläche oder mit einer Holzkonstruktion.

Und so viele Schwinger es gibt, so viele Rechtstreits darüber gibt es auch, wer das Sitzmöbel seine Erfindung nennen darf.

Worauf soll man beim Kauf eines Freischwingers achten?

Da es Freischwinger in vielen Preisklassen gibt, sollte man beim Kauf zunächst überlegen, zu welchem Zweck man den Schwingstuhl benötigt: als Konferenzstuhl, fürs Büro, für den Wartebereich, die Lounge oder zuhause am Esszimmertisch. Für den einen oder anderen wichtig ist sicherlich auch die Frage, wie viel Kilogramm oder Körpergewicht ein Freischwinger aushält. Achten Sie deshalb darauf, ob der Hersteller oder Verkäufer hierzu Angaben macht.

Nicht zuletzt entscheidend ist natürlich der Sitzkomfort und die Sitzhaltung, die der Stuhl ermöglicht. Man sollte auch über einen längeren Zeitraum bequem sitzen können. Viele Freischwinger lassen lediglich die ganz normale Sitzposition – nämlich mit dem Rücken gegen die Rückenlehne – zu. Es gibt jedoch auch Modelle, wie zum Beispiel oyo von aeris, die jede erdenkliche Sitzposition zulassen und auf die man vorwärts, seitlich und rückwärts sitzen kann. Damit ist oyo mehr als nur ein Freischwinger, nämlich auch Schaukelstuhl und Sattelstuhl. Doch ist oyo nicht nur ergonomisch durchdacht, er glänzt auch technisch mit einer doppelten Stahlrohrkonstruktion im Gestell oder der Kunststoffschale aus hochwertigem Polyamid mit 20 % Glasfaserverstärkung und ist obendrein belastbar bis 120 kg. Mit oyo kann man dank der viele Farben – graphite, kiwi, red, pacific, sandstone, orange – auch wunderbar farbliche Akzente setzen.